Kajak Typen: Wie wählst du das richtige Kajak für dich aus?

„Kajakfahren ist gut für die Seele.“

Kajak Typen: den besten Typ auswählen

Es bietet eine großartige Sicht auf atemberaubende Wälder, Flussmündungen und Strandgegenden. Zudem bietet es andere Aussichten, die so nur vom Wasser sichtbar sind – und nicht von der Küste. Beim Kajakfahren macht man zudem ein gutes Workout und kann nach einem langen Tag voller Arbeit super entspannen.

Hier habe ich erklärt, auf welche Arten man Kajakfahren kann, zusätzlich zu den Orten an denen dies möglich ist und den Bewegungen, die man durchführen muss. Auch habe ich zudem über die richtige Kleidung für das Kajakfahren in verschiedenen Wetterumständen gesprochen. Es fehlen also noch die Arten von Kajaks die es gibt, und eine Anleitung für die Auswahl des richtigen Typs für dich.

Bevor wir uns allerdings die verschiedenen Typen anschauen, sollten wir uns den Aufbau eines Kajaks genauer anschauen. Dabei handelt es sich um ein gewöhnliches Kajak, mit den Teilen die alle Kajaks gemeinsam haben. Wenn ich über die verschiedenen Typen spreche werde ich die speziellen Eigenschaften dieser ebenfalls erklären.

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Der Aufbau eines Kajaks

  1. Der Bug ist die Vorderseite, die in die Fahrtrichtung zeigt (also vorne)
  2. Das Heck ist die Hinterseite, die in die der Schlagrichtung entgegengesetzte Richtung zeigt (also hinten)
  3. Backboard ist der Fachausdruck für die linke Seite des Boots
  4. Steuerboard ist die Bezeichnung für die rechte Seite des Boots

Nun wir das geklärt haben, gibt es hier ein paar Leitlinien, die dir helfen sollten, das richtige Boot für deine Paddel-Abenteuer auszuwählen.

  • Wo wirst du paddeln? See, Fluss oder Küste?
  • Sit-In oder Sit-On-Top?
  • Würdest du gerne den traditionellen Schutz durch ein Sit-In Kajak haben?
  • Oder lieber die offene Form eines Sit-On-Top Kajaks?

Der nächste Faktor, der den Preis maßgeblich beeinflusst ist das Gewicht des Kajaks und das Material, das verwendet wurde und wiederum die Qualität und die Langlebigkeit beeinflusst. Zudem werden Größe und Form nicht nur die Art des Kajakfahrens beeinflussen, sondern auch den Transport und die Nutzung des Lagerraums bestimmen.

Kajak-Close-Up

Wo wirst du Kajakfahren?

Die Entwürfe für verschiedene Kajaks werden nicht nur durch den Typ von Gewässer, für den sie gedacht sind, beeinflusst, aber der Ort an dem du das Kajak nutzen möchtest, wird dich einen Schritt näher an die Auswahl des für dich richtigen Boots bringen.

Seen

Seen in der Nähe können sowohl auf Sit-On-Top als auch mit für die Freizeit gedachten Sit-In Kajaks erkundet werden, wann immer das Wetter schön ist. Wenn du allerdings Wellen mit Schaum siehst und auf einem reinen Freizeit-Kajak unterwegs bist, könnte das ein Nachteil sein.

Küste

Nahe der Küste sind die Gewässer etwas wilder und unruhiger, sodass du dich inmitten von Wellen, Strömungen, Strudeln und starkem Wind wiederfinden könntest. Daher wäre ein Sit-In Kajak für Touren mit einem Steuerruder, einer festen Finne oder eine Kielhacke (eine Finne, die sich absenken lässt) extrem hilfreich.

Küsten sind oft in den wärmeren Monaten sehr angenehm und ruhig. Wenn du also schwimmen möchtest und gerne mit dem Kajak surfst, dann ist ein Sit-On-Top Kajak eine großartige Wahl.

Fluss

Wenn du nah an einem Fluss lebst und dort gerne paddeln würdest, dann ist es wichtig, ein stabiles, robustes Boot zu haben, das wenn nötig schnell wenden kann. Du kannst also ein kurzes, stabiles Freizeit-Sit-In Kajak oder ein Sit-On-Top nehmen, oder sogar ein Tagestouren Sit-In Kajak.

Denk daran, wenn ich Fluss sage, meine ich nicht die für Spezialisten gedachten Stromschnellen, für die man Wildwasser-Kajaks benötigt. Das geht weiter als die Thematik dieses Artikels, aber wenn Interesse da ist, könnte ich sicherlich in der Zukunft etwas dazu schreiben.

Ich würde empfehlen, ein kurzes Freizeit Sit-In oder Sit-On-Top Kajak zu kaufen, wenn du es sowohl in stillen als auch fließenden Gewässern nutzen möchtest. Warum? Weil diese mehrfach einsetzbaren Boote normalerweise eine Kielhacke haben.

Dadurch kannst du das Kajak schnell wenden, wenn die Kielhacke oben ist, und gut auf der Fahrtlinie bleiben, wenn sie heruntergelassen ist. Wenn du ein kurzes Boot mit einem Steuerruder finden kannst, wäre das aber auch eine großartige Wahl!

Kajak-Action-Schmutz
Du musst keine großartige Umgebung haben, du kannst dich auch einfach für den etwas dreckigen, grünen Fluss in deiner Nähe entscheiden 😉

Kajak Typen

Nun wo wir über die Umgebung gesprochen haben, in der du Kajakfahren würdest, haben wir ein paar Arten von Kajaks angesprochen. Da ich sie aber noch nicht einzeln erklärt habe, wunderst du dich wahrscheinlich warum bestimmte Typen gegenüber anderen für bestimmte Situationen empfohlen wurden.

Um also alles aufzuklären sind hier die allgemein genutzten Definitionen für Kajaks.

Sit-On-Top Kajaks

Sit-On-Top Kajaks sind vor allem für die Freizeit gedacht, und werden vor allem auf Seen und in ruhig fließenden Flüssen verwendet. Leute in warmen Küstengewässern nutzen diese Kajaks auch.

Die Sit-On-Top Kajaks haben genug Lagerraum für eine Reise über Nacht, wenn du einen längeren Typ wählst.

Dieser Kajaktyp ist etwas für dich, wenn du keinen „nassen Ausstieg“ magst oder dich im Cockpit einfach beengt fühlst. In diesen Fällen ist ein Sit-On-Top Kajak für dich eine deutlich bessere Option.

Sit-On-Top Kajaks sind zudem sehr praktisch beim Ein- und Ausstieg, weswegen ich diese auch für Gelegenheitsnutzer empfehlen würde. Dieser Typ ist sehr angenehm, wenn die Luft- und Wassertemperatur beide warm sind, aber du solltest dir im Klaren darüber sein, dass du fast jedes Mal bei der Nutzung nass werden wirst.

Diese Kajaks haben Löcher zum Abfließen des Wassers, sodass man sie nicht auspumpen muss.

Innerhalb des hohlen Rumpfs gibt es gut verdeckte Räume zum Lagern von den Dingen, die du mitnehmen möchtest. Zudem gibt es weiteren Platz auf dem Deck.

Die Sit-On-Top Kajaks sind massiver als Sit-In Kajaks, weswegen manche Leute sie bei bestimmten Konditionen für stabiler halten.

Ein weiterer Vorteil bei Sit-On-Top Kajaks sind die Angelhalterungen und die Halterungen, an denen diese installiert werden können. Das gilt natürlich insbesondere für Leute, die gerne angeln gehen.

Kajak-Sonnenbrille
Ein Sit-On-Top Kajak mit Gepäckraum auf der Vorder- und Rückseite

Der Aufbau eines Sit-On-Top Kajaks

(behalte im Hinterkopf, das dies für alle Boote gilt)

  1. Deck: die Oberseite
  2. Rumpf: die Unterseite des Boots
  3. Kiel: Die Rille die von vorn nach hinten an der Unterseite des Rumpfes entlangführt
  4. Sitz: Deine Basis
  5. Fußhalterungen oder Fußriemen: die Riemen für die Füße sind verstellbar, während die Halterungen in verschiedenen Intervallen im Boot eingebaut sind
  6. Seil auf dem Deck: Dies kann dehnbar (wie ein Bungeeseil) oder nicht-dehnbar (statisch) sein
  7. Luke: dein Zugang zum inneren Aufbewahrungsraum
  8. Tragegriffe: ein sicherer Griff zum Festhalten; viele Sit-On-Top Kajaks haben diese Griffe an vielen Orten.
  9. Abflusslöcher: Löcher zum abfließen des Wassers, das über dein Deck ins Boot kommt
  10. Ruder oder Kielhacke: Eine Kielhacke ist eine Finne, die man herunterlassen kann, und ein Ruder ist eine verstellbare herunterklappbare Finne. Beide helfen dir dabei, Kurs zu halten.
Kajak-Kalt-Eis
Du kannst sogar an den kältesten Tagen Kajakfahren – achte nur darauf, adäquate Schutzkleidung zu tragen!

Die Sit-In Kajaks

Sit-In Kajaks gibt es als Freizeit-Boote und Touring-Modelle.

Sie sind für hohe Geschwindigkeit entworfen, haben abgedeckte Laderäume und fahren auf einer geraden Linie. Dadurch sind sie gut geeignet, um zu einem Zielort zu paddeln.

Abgesehen davon sind hier ein paar zusätzliche Vorteile für den Kauf eines Sit-In Kajaks.

Sie sind besser geeignet für das Paddeln im gesamten Jahr, sowohl in warmen als auch kälteren Luft- und Wassertemperaturen. Du wirst im Cockpit besser geschützt sein und nicht so nass werden, wie es bei einem Sit-On-Top Kajak der Fall wäre.

Um dich zusätzlich vor dem Wasser zu schützen, kannst du auch einen Sprühschutz anbringen. Diese sind allerdings nicht in der Lage, selbstständig Wasser abfließen zu lassen, wie bei Sit-On-Top Kajaks, also musst du eine Schiffspumpe dabeihaben, falls Wasser in das Kajak eindringt. Wenn du ein traditionelles, schmales Sit-In Kajak hast, dann musst du wissen, wie du einen sogenannten „nassen Ausstieg“ hinbekommst!

Die Sit-In Kajaks sind deutlich stabiler, und du hast bessere Kontrolle über sie, weil dein Körper darin ist und an mehreren Stellen Kontakt mit der Innenseite des Boots haben wird. Das ist sehr nützlich, wenn du in rauen Gewässern fährst. Zudem bist du vollständig mit deiner Aktivität im Einklang, was die Erfahrung insgesamt schöner macht.

Wenn du paddelst kommst du in einem Sit-In Kajak weiter als in einem Sit-On-Top Kajak, weil diese insgesamt effizienter sind.

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Die Beine sind komplett im Kajak versteckt.

Der Aufbau eines Sit-In Kajaks

(Achte darauf, dass nicht alle Boote dieselben Eigenschaften haben werden)

  1. Deck: die Oberseite
  2. Rumpf: die Unterseite
  3. Kiel: die Rille die von Bug bis Heck unter dem Rumpf verläuft
  4. Cockpit: wo du einsteigst und das Boot steuerst
  5. Sitz: deine Operationsbasis innerhalb des Cockpits
  6. Süll: Fachbegriff für den Rand des Cockpits
  7. Deckleine: kann entweder dehnbar (wie ein Bungeeseil) oder nicht-dehnbar (statisch) sein
  8. Luke: dein Zugang zu einem inneren Aufbewahrungsraum
  9. Tragegriffe: ein sicherer Ort, um das Boot festzuhalten
  10. Ruder oder Kielhacke: Eine Kielhacke ist eine fest platzierte, herunterfahrbare Finne, ein Ruder ist eine verstellbare, herunterklappbare Finne. Beide helfen dir, auf Kurs zu bleiben.
  11. Spritzwand: eine Wand innerhalb des Boots, die dabei hilft, Wasser von deinem Aufbewahrungsraum fernzuhalten (nicht abgebildet)
  12. Fußhalterungen: verstellbare Plätze für deine Füße im Fußraum; damit kannst du auch das Ruder kontrollieren (wenn dein Boot eins hat)
  13. Halterungen für deine Oberschenkel: die Polster, die deine Oberschenkel im Cockpit in einem gut gebauten Boot bequem einhegen
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Kategorien von Kajaks

Bevor wir uns jede Gruppe genauer anschauen, musst du dir bewusst sein, dass es sich hierbei nicht um generell anwendbare Begrifflichkeiten handelt. Nicht alle Marken benutzen nämlich dieselben Begriffe. Es gibt zum Beispiel bei einer Marke ein „Freizeit“-Kajak, das bei einer anderen Marke als „Tagestour“-Kajak bezeichnet wird – so etwas kann zu Anfang natürlich etwas verwirrend sein.

Während du dich mit den Kategorien bekannt machst, indem du zum Beispiel die Beschreibung liest oder dir die Form anschaust, wirst du leicht Unterschiede feststellen können.

Nun wir das geklärt haben sind hier ein paar generelle Richtlinien:

Freizeit-Kajaks

Hierbei kann es sich sowohl um Sit-In als auch um Sit-On-Top Kajaks handeln.

Freizeit-Kajaks sind recht günstig im Vergleich zu anderen Typen. Sie bieten Stabilität und sind recht leicht zu steuern – zudem kann man leicht ein- und aussteigen. Weiterhin sind diese Kajaks leicht zu manövrieren und wenden sich recht einfach.

Der Aufbewahrungsraum bei diesen Freizeit-Kajaks ist recht begrenzt – es gibt nur ein paar Plätze um grundlegende Dinge aufzubewahren. Aufgrund des Designs mit leichtem Gewicht sind diese Boote nicht für längere Trips geeignet, und auch nicht für Wellen oder Stromschnellen. Aber für Spaß auf flachen Gewässern oder mäandernden Flüssen sind sie wirklich super!

Kajakfahren-See-Gebirge

Tagestouren-Kajaks

Die Kajaks für Tagestouren sind auch ziemlich vielseitig, aber viel effizienter und schlanker als die vorherige Kategorie der Freizeit-Kajaks. Durch ihre erweiterten Nutzungsmöglichkeiten kosten diese Boote auch mehr.

Die Kajaks fahren besser auf einer geraden Linie und bieten mehr Kontrolle in rauen Gewässern als die anderen Kajaks.

Die Bauweise ist etwas kürzer als bei Kajaks für offene Gewässer, also kann man sie leichter transportieren, aufbewahren und bewegen.

Was die Aufbewahrungsräume betrifft gibt es recht viel Platz im Vergleich zu Freizeit-Kajaks, sodass längere Trips auch möglich sind.

Touren-Kajaks (Sit-In Kajaks für offene Gewässer)

Diese Sit-In Kajaks sind länger und robuster und bringen mehr Effizienz, wenn du lange Distanzen zurücklegen möchtest.

Die Fahrtlinie wird sehr gut beibehalten und sie können auch in weniger ruhigen Gewässern und bei stärkerem Wind genutzt werden, da es für diese härteren Umstände eine Kielhacke oder ein Ruder am Boot gibt.

Diese Kajaks sind großartig für längere Touren, da es auch viel Aufbewahrungsraum gibt. Allerdings sind die Preise auch deutlich höher als bei den zwei zuvor besprochenen Kajak-Kategorien.

Wenn du dir nach alledem nicht sicher bist, welcher dieser drei Kajak Typen dir am meisten zusagt, denk einfach an Folgendes. Wenn du absolut sicher bist, oft und über das ganze Jahr hinweg Kajak-Touren machen zu wollen, sind Touren-Kajaks deine beste Option.

Wenn du dir aber nicht so sicher bist und wahrscheinlich nur ein paar Mal im Monat aufs Kajak willst, und das auch nur in den wärmeren Monaten, dann ist ein Boot für Tagestouren super geeignet und wird dir fantastische Paddel-Fähigkeiten mitgeben.

Kajak-Höhle

Spezial-Kajaks

Diese für spezielle Zwecke gefertigten Kajaks sind eine eigene Kategorie mit mehreren Unterkategorien, bei denen du aus verschiedenen Kajak Typen auswählen kannst. Diese speziellen Kajaks richten sich, wie der Name schon sagt, auf spezielle Situationen. Manche sind entworfen, um besonders wenig Raum einzunehmen, andere für das Paddeln mit einem Partner. Andere wiederum sind fürs Angeln entworfen, oder für den Fall, dass man Kajakfahren nicht als Sport wahrnehmen möchte.

Damit präsentiere ich hier 4 Kajak Typen innerhalb der Kategorie der Spezial-Kajaks:

Faltbare Kajaks

Wenn du Probleme mit Aufbewahrungsraum hast – I feel you! Viele meiner Freunde würden gerne Paddeln, Surfen und Kajakfahren, aber sie haben nicht mal genug Platz für die Aufbewahrung einer Luftmatratze, und schon gar nicht für ein paar Boards und ein Boot.

Wenn der Aufbewahrungsplatz also ein Problem für dich ist, und du gerne ein Kajak haben würdest, das man leicht transportieren kann, dann wäre ein faltbares Kajak eine ziemlich logische Option für dich.

Du wirst merken, dass es etwas weniger robust als ein Kajak mit einer „harten Schale“ ist, aber das wird bei der Leistung kein Problem darstellen.

Aufblasbare Kajaks

Aufblasbare Boote geben dir auch einen Vorteil, wenn es um Platz geht, genau wie bei den faltbaren Kajaks. Dank der perfektionierten, modernen Materialien, die in der Herstellung verwendet werden, sind diese Kajaks stabil und vielseitig einsetzbar und bieten generell eine super Leistung.

Sie sind nicht ganz so effizient wie einige der obigen Kajak Typen, weswegen längere Trips in wilderen Gewässern nicht empfohlen sind, aber sie sind besser für Kajakfahren nah an der Küste. Also, um genau zu sein, für das Freizeit-Kajakfahren.

Aufblasbare Kajaks sind, genau wie aufblasbare SUP-Boards, sogar noch langlebiger als harte Varianten, weil sie sich von Hindernissen abstoßen können. Deswegen sind diese Kajaks großartig für das Paddeln auf Flüssen.

Lies mehr über aufblasbare Kajaks und Kanus in meinem kompletten Leitfaden

Tandem-Kajaks

Wenn du und ein Freund oder dein Partner/deine Partnerin Kajakfahren lieben, warum nicht Geld sparen und sich ein Tandemkajak gemeinsam teilen?

Diese Kajaks sind stabiler als Einzelkajaks und perfekt geeignet, um die ganze Familie an einem sonnigen Sommertag mit auf eine Kajaktour zu nehmen.

Kajaks mit Pedalen

Wenn du von deinem Kajak aus angeln willst oder die atemberaubenden Aussichten um dich herum fotografieren willst – oder auch die Fauna mit dem Fernglas betrachten möchtest – dann sind Kajaks mit einem Pedalantrieb genau das richtige für dich.

Diese Kajaks nutzen Pedalen, ähnlich wie beim Fahrrad, die ein paar Finnen antreiben, indem sie diese nach vorn und hinten bewegen. Sie sind sehr einfach zu bedienen, und die Steuerung des Kajaks wird durch ein von Hand bewegtes Ruder vorgenommen.

In einem solchen Kajak sitzt man etwas höher, sodass man die volle Pedalbewegung durchführen kann. Das Kajak ist auch etwas weiter als andere, und ziemlich stabil. Zudem kann man eine größere Distanz in kürzerer Zeit zurücklegen, da man die Beine für die Pedalen benutzt und die Fortbewegung somit nicht nur von der Arbeit der Arme abhängt – so wird man auch weniger schnell müde.

Ein Nachteil eines solchen Kajaks ist, dass das ganze System mit den Pedalen die Kosten des Kajaks erhöht, und dass es zudem mehr Instandhaltung benötigt als normale Kajaks.

Du musst dir zudem im Klaren darüber sein, wie flach das Wasser ist, in dem du fährst, da du unten am Boot die durch das Pedal angetriebenen Finnen hast. Mit einem solchen System kann man außerdem nicht so schnell wenden und in rauen Gewässern navigieren, wie das bei anderen Kajak Typen der Fall wäre.

Ein weiterer Nachteil dieser Kajaks ist das Gewicht. Sie sind deutlich massiver als die anderen Kajaks und zudem bulliger, sodass du darüber nachdenken musst, wie du sie später transportieren und aufbewahren willst.

Kajak-Sonnenuntergangs-Fischen

Material, Gewicht und Preis von Kajaks

Wenn du ein Kajak kaufst, egal welcher Kategorie und welchen Typs, solltest du immer eines mit leichtem Gewicht wählen. Das wird dir erlauben, in einer geraden Linie zu fahren, und mehr Zeug mitzunehmen, ohne dass dies dich übermäßig schwerer macht – und somit deine Fahrt verschlechtert.

Es gibt aber einen Haken bei der Sache. Je leichter das Kajak ist, desto teurer wird es auch.

Die günstigste Option da draußen ist die Verwendung von Polyethylen-Plastik. Es ist günstig und resistent gegen Abnutzung, aber auch ziemlich schwer. Zudem wirst du merken, dass es bei längeren Trips zu Schäden durch den Einfluss der Sonne kommt. Wenn du es nicht benutzt, sollte es also an einem schattigen Ort aufbewahrt werden.

ABS-Plastik wiegt etwas weniger und ist etwas teurer als Polyethylen, bietet aber dieselbe Langlebigkeit und Stabilität. Zudem ist es widerstandsfähiger gegen UV-Licht.

Kajaks, die aus zusammengesetzten Materialien hergestellt sind, sind die leichtesten, aber auch damit die teuersten Optionen.

Sie sind aus leichtem Glasfaser-Material und ultraleichter Carbon-Faser gemacht und bieten die beste Leistung. Sie leiden nicht unter UV-Strahlen, aber wenn es um Kollisionen mit z.B. Felsen geht, sind diese Kajaks am anfälligsten für Schäden.

Kajak-Spaß

Zusätzliche Tipps für die Auswahl von Kajaks

Die Tragekapazität bestimmt, wie viel das Boot tragen kann, inklusive des Boots selber und des Zubehörs, dass du mitnimmst. Dies ist eine wichtige Eigenschaft, denn wenn du zu viel auf das Boot lädst, wird es langsamer und beeinträchtig deine Effizienz beim Paddeln.

Die Länge ist eine andere wichtige Eigenschaft für die letztendliche Effizienz. Je länger das Boot nämlich ist, desto besser wirst du fahren, und zudem hast du dann mehr Laderaum. Allerdings ist das Boot dann auch weniger wendig. Kürzere Kajaks lassen sich schneller wenden.

Die Höhe bzw. der Tiefgang des Kajaks ist auch wichtig, denn wenn man einen tieferen Rumpf hat, gibt das einem mehr Platz, was insbesondere wichtig ist, wenn man längere Beine hat und mehr Aufbewahrungsraum haben möchte. Flachere Rümpfe sind dafür weniger anfällig für Wind.

Mehr Breite bietet mehr Stabilität, aber dafür büßt man an Geschwindigkeit ein. Schmalere Rümpfe sind in der Lage, schneller zu fahren, aber weniger stabil auf dem Wasser.

Kielhacken, Ruder und Steuerfinnen als zusätzliches Zubehör helfen dem Boot, bei Wind auf einer geraden Fahrtlinie zu bleiben.

Eine Kielhacke ist eine herunterzulassende Finne, mit der man verhindern kann, dass Wind von der Seite das Boot vom Kurs abbringt.

Eine Steuerfinne verhindert ebenfalls, dass Seitenwind das Boot vom Kurs abbringt, kann aber während des Paddelns nicht eingezogen werden, was bei einer Kielhacke möglich ist. Steuerfinnen werden normalerweise bei aufblasbaren Kajaks angebracht.

Du kannst die Finne entfernen, wenn du die Wendigkeit verbessern möchtest, anstatt die Fähigkeit zu priorisieren, gut auf Kurs zu bleiben.

Ein Ruder kann hinten am Boot heruntergelassen werden, aber im Gegensatz zu einer Finne befindet es sich nicht an einer festen Position. Du kannst das Ruder mit dem Fuß mithilfe eines Pedals kontrollieren, weswegen es von vielen den anderen zwei Steuerungsmethoden vorgezogen wird – denn man kann damit leichter auf sich verändernde Bedingungen reagieren, wenn man unterwegs ist.

Die Sitze sind essenziell, weil man auf ihnen eine Menge Zeit im Kajak verbringt, sodass man durchaus ein wenig zusätzlich zahlen kann (bis zu $100) damit man angenehmer sitzt.

Die Größe des Cockpits ist auch wichtig, da ein kleiner, enger Raum dir die maximale Kontrolle und zugleich Schutz bei rauen Wetterbedingungen bietet. Dadurch hast du bessere Steuerungsmöglichkeiten für das Boot. Ein größeres Cockpit ermöglicht es allerdings, leichter ein- und auszusteigen.

Die Luken bieten dir Zugang zu den inneren Aufbewahrungsräumen. Wenn du ein größeres Touren-Kajak hast, dann kann es sein, dass es zwei Luken gibt, während es bei Touren-Kajaks oder Freizeit-Kajaks nur eine Luke geben sollte.

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Rezension geschrieben von: Tom

Hallo! Mein Name ist Tom. Während des Jahres versuche ich, so oft wie möglich auf einem Paddelboard zu sein. Wenn Sie diesen Blog lesen, bleiben Sie über alles, was ich auf dem Wasser teste, auf dem Laufenden :)